1951 Ford F1

Wolfgang war optimistisch, einen passablen Fang gemacht zu haben, aber weit gefehlt: Als der Half-Ton endlich in der Customgarage in Hannesgrub stand, erwies er sich als noch schlechter als erwartet. Der bevorstehende Winter gab den Ausschlag, vermeintlich Zeit genug, alles von Grund auf zu richten. Wieder so ein Irrtum, unterm Strich dauerte es zwei Jahre, bis der F-1 in neuem Glanz erstrahlte, allerdings schöner, stärker und charismatischer als je zuvor in seinem bald 70-jährigen Leben.
 

Wolfgang, durchaus willig, aber leider völlig unbegabt, was das Schrauben anbelangt, begab er sich in die Hände des Resto-Meisters von der Customgarage. Bei jedem Werkstattbesuch fand Wolfgang immer wieder was Neues, was dem F1 gut stehen könnte. Der Chef nahm es gelassen und schuf ein Meisterwerk, das nicht nur optisch, sondern auch in puncto technischen Finessen seinesgleichen sucht, Pulverbeschichtung und Endlos-Polish inbegriffen.

Am 350cui-Crate-V8 mit Cold-Case-Alukühler wurden für die bessere Performance ein 3HP-High-Torque-Anlasser ein Eigenbau Auspuff und eine Holley Sniper EFI Einspritzung verbaut. Um seine stattlichen 1,92 m unterbringen zu können, orderte Wolfgang eine TH-350-Dreigangautomatik: Das originale Vierganggetriebe mit Knüppelschaltung hätte einen ganzen Sitzplatz gekostet! Mit der höhenverstellbaren Lenksäule aus einer 70er Chevrolet Chevelle, nach hinten unter die Ladefläche verlegtem Tank und nach hinten gerückter Sitzbank passt jetzt alles, wie es soll: Der ganze Mann hat Platz, auch Frau und Kinder müssen sich nicht quetschen.